SYMPOSIUM UNERWARTETE ALLIANZEN – Atmosphären der Stadt

Jürgen Hasse
Vortrag

SYMPOSIUM_hasse
Foto Christian Ahlborn

7. Oktober 2016, 17 Uhr
Oase Shisha Bar
Worringer Platz 4
D-40210 Düsseldorf

Atmosphären der Stadt – halb verdeckte Wirklichkeiten
Private wie öffentliche Räume erleben wir in atmosphärischen Farben als anregende, aufregende oder auch als langweilige Herumwirklichkeit. Wenn die Sprache in der Beschreibung atmosphärischen Erlebens auch relativ hilflos, zumindest sehr ungeübt ist, so genügt zu einer treffenden Aussage doch schon die Alltagssprache. Da Atmosphären auch plan- und absichtsvoll hergestellt werden, um subtil manipulierend auf das subjektive Befinden in Zeit und Raum Einfluss zu nehmen (z.B. nach ökonomischen oder politischen Kalkülen), ist das Sprechen-können über Atmosphären politisch bedeutsam. Unter anderem werden die folgenden Fragen diskutiert: Was sind Atmosphären? Wie lässt sich ihr Erleben ausdrücken, mit welchen Mitteln werden sie hergestellt und wie können wir ihr Verstehen üben?

Jürgen Hasse, Dr. habil., von 1993 bis 2015 Univ.Prof. am Institut für Humangeographie der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Forschungsschwerpunkte: Phänomenologische Raumforschung; Stadtforschung; Mensch-Natur-Verhältnisse. Zahlreiche kulturwissenschaftliche Buchveröffentlchungen.

Fotoalbum
Jürgen Hasse

 

anschließend
Jürgen Hasse | Johannes Stahl
Gespräch

SYMPOSIUM_oase_gespraech
Foto Christian Ahlborn

7. Oktober 2016, 17 Uhr

Oase Shisha Bar
Worringer Platz 4
D-40210 Düsseldorf

Jürgen Hasse erforscht die räumliche Vergesellschaftung des Menschen und durchquert dabei eine Vielzahl von Arbeitsbereichen: Stadtentwicklung und Architektur, phänomenologische Raumforschung, Umweltwahrnehmung und ästhetische Bildungsprozesse. Johannes Stahl erkundet als Kunsthistoriker auf Exkursionen und Spaziergängen nicht nur die Kunst, die am und neben dem Bau zu finden ist sondern auch die merkwürdigen Gestaltformationen alltäglicher Architekturen. Beide sind mit den „Atmosphären“ der Stadt befasst und sprechen darüber, wie deren Wahrnehmung und Wirksamkeit nicht nur künstlerische Prozesse beeinflusst.

Dr. Johannes Stahl ist Kunsthistoriker und war langjährig Leiter der Artothek im Bonner Kunstverein. Er lehrte u.a. an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Kuratorische Tätigkeiten für das Land Sachsen-Anhalt (1998/99), den Bonner Kunstverein (1996/97) und den Caritas-Verband für das Erzbistum Köln (2013-14, 2016). Publikationen seit 1984 vor allem zu Street Art, zum Kunstverleih, Themen des öffentlichen Raums und Vermittlungsfragen. http://www.j-stahl.de